Solidarität mit dem Kurdistan Volkshaus e. V. Hannover

Ich rufe auf, sich an der Kundgebung am Samstag, den 16.03.2013 um 12:30 Uhr am Steintor gegen die Razzia und Kriminalisierung des Kurdischen Volkshaus Hannover e.V. zu beteiligen.Wir dulden es nicht, dass Minderheiten, die politisch aktiv sind durch Razzien und Ausweiskontrollen in und vor den Vereinshäusern kriminalisiert und eingeschüchtert werden. Es kann nicht sein, dass politische und wissenschaftliche Bücher von der Polizei willkürlich beschlagnahmt werden.Die Opfer dürfen nicht als Täter dargestellt werden! Es ist das Recht jedes Menschen Widerstand gegen die Repressionen der Staaten zu leisten. Das trifft auch auf die Situation der kurdischen Bevölkerung zu. Wie jeden Mittwoch von 15 bis 16 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin, fand auch heute eine Mahnwache für die in Paris ermordeten kurdischen Politikerinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez statt. Ich habe dort die zahlreichen Menschen, die sich für die Mahnwache interessiert haben, auch über die ständigen Razzien gegen kurdische Politikerinnen und Politiker in Deutschland und über die Forderungen unserer Partei für die Abschaffung der europäischen Terrorliste, informiert. 


Presseerklärung

Am Sonntag, den 10.03.2013 fand in den Räumlichkeiten des Kurdistan Volkshaus e. V. in Hannover eine Razzia statt. Die Polizei Braunschweig überfiel den Verein auf einem Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg. Die Begründung war „Verstoß gegen das Vereinsgesetz“. Die von dutzenden uniformierten und zivilen Beamten durchgeführte Razzia dauerte mehrere Stunden an. Die Anwesenden mussten sich ausweisen und wurden mit ihren Personalausweisen fotografiert. Auffällig war, dass die Polizei während der Razzia gefilmt hat. Selbst auf die anwesenden Kinder hat die Polizei keine Rücksicht genommen. Solche Razzien gegen die Kurden und Kurdinnen in Deutschland gehören mittlerweile zum Alltag. Heidrun Dittrich, MdB, DIE LINKE. sagt: „Hinter solchen Aktionen steckt die Vorstellung die politisch aktiven Kurden und Kurdinnen zu demoralisieren und einzuschüchtern. Die Entwicklungen in Europa sind besorgniserregend. Kürzlich wurden in Paris drei kurdische Politikerinnen hingerichtet und eine Aufklärung dieser Morde ist nicht in Sicht.“

Am Sonntag ist die Polizei sogar so weit gegangen, dass sie mehrere Bücher beschlagnahmte, darunter auch wissenschaftliche Bücher, wie das von Dr. Nikolaus Brauns und Brigitte Kiechle verfasste Buch „PKK- Perspektiven des kurdischen Freiheitskampfes“. Alle Bücher, die beschlagnahmt wurden, sind in Buchhandlungen in Deutschland und auch in der Türkei zu kaufen. Die Begründung der Polizei war, dass auf den Bücher die Worte „PKK oder Abdullah Öcalan“ stand. Die Polizei behauptete, dass diese Bücher verboten seien. „Mit dieser Vorgehensweise erreichen die Methoden der Polizei eine neue Qualität. Sie sind nicht mehr mit der Demokratie und mit der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland zu vereinbaren. Schlimmer noch, sie sind polizeistaatliche Methoden, die wir keineswegs dulden können.“, erklärt Heidrun Dittrich. Bei dem Solidaritätstreffen am 11.03.2013 im Kurdistan Volkshaus berichteten die Betroffen der Razzia, dass die Polizei versucht hat, sie zu provozieren. Als ein Mitglied des Vereins sich über die undemokratische Vorgehensweise der Behörden beschwerte, antwortete ein Polizist: „Wir haben Sie nicht nach Deutschland eingeladen“. Als ein anderes Mitglied die Polizisten auf seine geistige Behinderung aufmerksam machen wollte, machte sich ein Beamte über ihn lustig und sagte: „Man sieht schon, dass Sie behindert sind“. Heidrun Dittrich verurteilt diese Äußerungen, die ausländer- und behindertenfeindlich sind. „Diese behinderten- und ausländerfeindlichen Töne veranschaulichen den wahren Charakter der Polizeibehörde. Es gibt so viele Fälle, die hiermit Ähnlichkeiten aufweisen, dass man nicht mehr von einzeln Fällen sprechen kann.“, so Heidrun Dittrich. Alle Minderheiten in Deutschland haben das Recht sich zu organisieren und politisch aktiv zu werden. Sie haben auch das Recht Vereine zu gründen und ihre Kultur aufzubewahren. Heidrun Dittrich fordert den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius, auf diesen Vorfall lückenlos aufzuklären und das Ende der bisherigen aggressiven Politik gegenüber den Kurden  und Kurdinnen. Sie fügt hinzu: „Die Politik kann eine Bevölkerungsgruppe mit ca. vierzig Millionen Menschen, davon ca. 800.000 in Deutschland, nicht ewig kriminalisieren und unter Druck setzen.“

 

Internationaler Frauentag 2013

in Hannover

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Zum Internationalen Frauentag am 8. März fand in Hannover eine Demonstration mit 150 Menschen unter dem Motto: " Mutig, machtvoll, weltweit- für die Befreiung der Frau!" statt. Die Frauen haben ein deutliches Zeichen mit der Aussage: " Wir werden unseren Kampf weiter führen bis auf der ganzen Welt keine einzige Frau mehr unter Armut, Not, Gewalt und Ausbeutung leidet", gesetzt. Heidrun Dittrich, MdB, schilderte die Entstehung des Internationalen Frauentags als kämpferischen Tag der streikenden Frauen. Weltweit existiert die sexualisierte Gewalt, wie am Beispiel von Indien verdeutlicht wurde. Die Frauen werden heute noch sehr häufig Opfer der patriarchalischen Traditionen und werden in allen Bereichen des Lebens benachteiligt. Im Arbeitsleben werden sie ungleich behandelt; für die selbe Arbeit werden sie schlechter bezahlt. Im Mittelpunkt der Demonstration stand der Widerstand gegen Krieg. Die Emanzipation der Frau ist die Emanzipation der Menschheit.

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Gülten Kelloglu erklärte die politischen Folgen der Hinrichtung der drei kurdischen Freiheitskämpferinnen in Paris. Diese abscheuliche Gewalttat dient zur Abschreckung der Frauen, die sich politisch engagieren. Sie betonte aber, dass die Frauen sich davon nicht beeindrucken lassen werden und ihren Kampf gegen Unterdrückung, Faschismus und Kapitalismus fortführen werden. Initiatoren der Demonstration waren: Kurdistan Volkshaus, Kurdistan Verband der Studierenden, Kurdistan Volkshaus Jugend, Demokratische Frauenbewegung, Fraueninitiative kurdisches Frauenbüro für Frieden, ADHK, MLPD, Heidrun Dittrich "Die Linke", ATIF, Frauenverband Courage e.V. Hannover.


 

Meine Anzeige in der jungen Welt - Themenbeilage "Feminismus" vom 08.03.13:

 
10 Euro Mindestlohn, wie ihn die Linke fordert, bedeutet zwar, dass die Menschen über die Grundsicherung kommen; aber das bedeutet nicht, dass man im Alter wirklich abgesichert ist. Es ist ein erster Schritt. Alle Parteien haben in der Regierung den Sozialabbau und die Rentenkürzungen sowie die Privatisierung der Pflege vorangetrieben.






 

Aufruf zum Internationalen Frauentag 2013

Mutig, machtvoll, weltweit - für die Befreiung der Frau !

So wollen wir auch in diesem Jahr den Internationalen Frauentag begehen.

Der Internationale Frauentag blickt auf eine lange Tradition

zurück. Initiiert durch Clara Zetkin fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.

Damals ging es um das Wahlrecht für Frauen – aber gefordert wurde auch der Achtstundentag und gleicher Lohn für gleiche Arbeitsleistung.

Die Forderungen von damals sind heute noch genauso aktuell!

-Statt Niedriglöhne und Minijobs: Vollzeitarbeitsplätze und gesetzlichen Mindestlohn! Für die 30-       Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich

-Kostenlose Bildung von der Krippe bis zum Studium !

-Statt Sexismus und Mobbing - respektvoller Umgang mit Mädchen und Frauen!

Die Basisfrauen der Weltfrauenkonferenz 2011 in Venezuela haben den Internationalen Frauentag als internationalen Kampftag beschlossen. Im Kampf für Demokratie, Frieden und eine lebenswerte Zukunft sind wir verbunden mit den Frauen und Mädchen der ganzen Welt.

Wir unterstützen die Massenproteste in Indien gegen Gewalt und Misshandlungen an Frauen und Mädchen. Wir verurteilen die Ermordung der drei kurdischen Freiheitskämpferinnen in Paris.

Wir prangern die Zustände in Bangladesh an, die viele Frauen das Leben gekostet haben.

Kommt zur Demonstration und Kundgebung am Schillerdenkmal / C&A in Hannover! Am 08.03.2013 um 16.00 Uhr

Lasst uns am Internationalen Frauentag deutlich machen: Wir werden unseren Kampf weiterführen, bis auf der ganzen Welt keine einzige Frau mehr unter Armut, Not, Gewalt und Ausbeutung leidet.

Für diesen Aufruf stehen: Kurdistan Volkshaus, Kurdistan Verband der Studierenden, Kurdistan Volkshaus Jugend, Demokratische Frauenbewegung, Fraueninitiative kurdisches Frauenbüro für Frieden, ADHK, MLPD, Heidrun Dittrich "Die Linke", ATIF, Frauenverband Courage e.V. Hannover

verantwortlich :I.M.Stratmann, FV Courage e.V. Hannover

 

In Vorbereitung zum Internationalen Frauentag am 8. März folgt der Aufruf von „ el_fem“, dem feministischen Frauennetzwerk der Europäischen Linken, den ich aus Solidarität mit dem Netzwerk gerne unterzeichnet habe und auf meine Seite stelle:

Wir fordern Gleichheit und Autonomie am 8. März und an jedem anderen Tag des Jahres!

Heute, am Internationalen Frauentag 2013, protestieren Frauen in ganz Europa gegen die Krise und die patriarchalen Zustände in unseren Ländern! Wir, die Frauen und Feministinnen der Europäischen Linken, sind Teil dieser internationalen Frauenbewegung.

   Wir wehren uns dagegen, dass unsere Lebensbedingungen von den Finanzmärkten diktiert werden und fordern von unseren Regierungen und der EU, dass Spekulationen mit öffentlichen Geldern verboten und die Besteuerung von Vermögen durchgesetzt wird. Sparprogramme dürfen nicht länger ganze Volkswirtschaften in den Ruin treiben und die existenzielle Sicherheit von immer mehr Leuten gefährden, insbesondere jene der schwächsten, unter denen die Frauen die Mehrheit bilden. Wir protestieren auch gegen die von den Politiker/innen in all unseren Ländern betriebene Korruption und verlangen, dass sie sich vor Gerichten verantworten müssen.

   Besonders setzen wir uns gegen den Abbau des Wohlfahrtsstaates zur Wehr, weil er die berufstätigen Frauen, die auf öffentliche Dienstleistungen angewiesen sind, am meisten trifft.

   Wir fordern bezahlte Arbeit für alle, für Frauen ebenso wie für Männer, für Migrant/innen ebenso wie für Angehörige der Mehrheitsgesellschaften, mit geregelter Bezahlung und zu Bedingungen, die dem Arbeitsrecht entsprechen. Die ökonomische Produktion und unsere Arbeit dürfen allerdings weder die Natur noch das Leben auf dieser Erde zerstören. Vielmehr muss die Anzahl der Arbeitsstunden verkürzt und der Wert der von Frauen verrichteten Sorgearbeit höher eingestuft werden. Wir wollen nicht, dass die Wirtschaft allein den Logiken von Profitmaximierung und Wachstum verpflichtet ist, sondern den menschlichen Bedürfnissen dient.

   Wir denken, dass es auf diesem Planeten keine Menschen geben darf, die mehr Rechte als andere besitzen. Daher verlangen wir von der EU die Aufgabe ihrer restriktiven und menschenverachtenden Asyl- und Migrationspolitik, die einen dauernden Bruch der Menschenrechte darstellen, und solidarisieren uns mit den Flüchtlingsbewegungen in Europa für das Recht auf Arbeitsmarktzugang und Bleiberecht. Wir setzen uns für menschenwürdige Lebensbedingungen für Flüchtlinge ein. Europa ist mitverantwortlich für die Zustände, die in anderen Kontinenten zu Migration führen. Wir fordern eine Neugestaltung der Wirtschaftsbeziehungen auf diesem Globus.

   Wir kämpfen gegen die machistische Männergewalt, die gegen uns Frauen jeden Tag ausgeübt wird und gegen den Sexismus, der in unseren Gesellschaften und im öffentlichen Diskurs vorherrscht und fordern den Ausbau von Gewaltschutzprogrammen. Gewalt an Frauen hat viele Formen und dient dazu, uns zu schwächen und zu kontrollieren. Wir fordern Maßnahmen gegen Frauenhandel und ausbeuterische Prostitution.

   Vergewaltigung, auch im öffentlichen Raum, hat in letzter Zeit überall beunruhigende Ausmaße angenommen. Wir fordern entsprechende Gesetze und eine Arbeitsweise öffentlicher Einrichtungen, die es Frauen ermöglicht, Vergewaltigungen anzuzeigen anstatt sich dafür zu schämen, und die Bestrafung von Vergewaltigern durch Gerichte.

   Als Lesben fordern wir mehr Sichtbarkeit für unseren Kampf, Respekt in allen Lebensbereichen und eine Ende jeglicher Diskriminierung.

   Ökonomische Selbstständigkeit ist die Voraussetzung für unsere Unabhängigkeit. Deshalb fordern wir Löhne und Gehälter, von denen wir leben können, für alle Frauen. Wir verlangen, dass die schlecht oder unbezahlt von Frauen geleistete Arbeit im Reproduktionsbereich (Kinderbetreuung, Hausarbeit, Altenpflege) als Arbeit anerkannt wird und in politische Konzepte Eingang findet. Wir treten auch ein für die gleiche Aufteilung von Haus- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern.

   Wir wehren uns gegen jegliche Angriffe auf unser Selbstbestimmungsrecht darüber, ob, wann und wie viele Kinder wir gebären und aufziehen wollen. Der Angriff auf unser Selbstbestimmungsrecht ist eine vom Faschismus inspirierte Aggression gegen Frauen und ein Werkzeug von Frauenunterdrückung. Die Aktivitäten von selbst ernannten „Lebens“schützern und Abtreibungsgegnern, denen das „Leben“ von Föten und Embryonen wichtiger ist als unsere Gesundheit, sind zu unterbinden und ihnen die Ressourcen zu entziehen. Wir verlangen legale und sichere Abtreibungsmöglichkeiten, denn Frauen dürfen nicht mehr an illegalen Schwangerschaftsabbrüchen sterben, weder in Europa noch sonst auf der Welt. Deshalb bekämpfen wir jede Form des religiösen Patriarchats, weil es versucht, die Freiheit von Frauen einzuschränken. Wir sind gegen konfessionelle Schulen, ungeachtet welcher Religion, und gegen Religion in Schullehrplänen. Wir treten ein für Säkularismus als Wert und für die Öffentlichkeit als Ort säkularer Ethik.

   Wir stellen uns gegen die – insbesondere in Zeiten der Krise zunehmende – Ausbreitung faschistischer und rechtsextremer Organisationen und verlangen die Untersagung ihrer Aktivitäten. Sie gefährden unsere Demokratie.

   Wir fordern die weltweite Abrüstung und Entwaffnung von Männerregierungen und -banden. Militärbudgets sind zu streichen und durch Ausgaben für Bildung, Soziales und Umweltschutz zu ersetzen.

   Wir wollen, dass alle Mittel zwischen den Geschlechtern und den unterschiedlichen Regionen der Welt gleich und gerecht verteilt werden.

   Wir kämpfen für ein sozialistisches und feministisches Europa, ein Europa der sozialen und Geschlechtergerechtigkeit.

   EL-Fem ist das feministische Netzwerk der Europäischen Linken, dem sowohl in Parteien organisierte als auch autonome Frauen angehören. Als Kommunistinnen und Sozialistinnen sind wir auch Feministinnen, als Feministinnen sind wir auch Linke. Für uns ist der Kampf um Gesellschaftsveränderung untrennbar mit jenem um Frauenrechte und um Anerkennung unserer spezifischen Situation und Lebensrealitäten als Frauen verbunden.

Contact: http://www.european-left.org/english/positions/working_groups/el_fem/

   E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Obdachlosigkeit einer Seniorin durch Zwangsräumung

In Berlin Reinickendorf sollte am 27.02.13 wieder eine Zwangsräumung stattfinden.

Etwa 200 DemonstrantInnen hatten sich vor dem Haus der 67-jährigen, schwerbehinderten Rosemarie F. zusammengefunden. Jüngst hatten diverse Medien versucht, einen Keil durch die Solidaritätsbewegung zu treiben; so schrieb etwa der Tagesspiegel gestern, Frau F. sei aggressiv gewesen, habe jegliche Hilfsleistungen abgelehnt und ließe selbst den Schornsteinfeger nicht mehr hinein. „Selbst wenn sich diese Angaben bewahrheiten sollten, so ist eine Zwangsräumung einer alten physisch, sowie psychisch kranken Frau unmoralisch und inhuman.“, kritisiert Heidrun Dittrich, MdB, seniorenpolitische Sprecherin der Partei Die Linke. Der Arzt der Rosemarie F. attestierte, dass der Stress einer Wohnungsräumung der Patientin absolut unzumutbar sei, erklärte der Sprecher des Bündnisses „Zwangsräumung stoppen“ .

Die für heute angesetzte Zwangsräumung wurde laut Polizeiaussagen vom Amtsgericht vorerst zurückgewiesen. „Dies kann als Erfolg der Demonstrantinnen und Demonstranten gewertet werden“, freut sich Heidrun Dittrich. „Es ist unverantwortlich, eine alte Dame in die Obdachlosigkeit zu treiben“, so Dittrich weiter.

In Spanien kam es wegen Zwangsräumungen in letzter Zeit vermehrt zu Selbstmorden.

 

»Immer mehr Frauen leiden unter Altersarmut«

Rentenpolitische Debatte heute im Bundestag. Die Linke will 1050 Euro pro Monat als Minimum.

Ein Gespräch mit Heidrun Dittrich

Interview: Gitta Düperthal
Heidrun Dittrich ist Bundestagsabgeordnete und seniorenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag

Altersarmut betrifft in Deutschland vorwiegend Frauen – wie viele bekommen zur Zeit nur eine Grundsicherung von etwa 688 Euro?

Zwei Drittel der 400 000 Personen, die über 65 Jahre alt sind und Grundsicherung erhalten, sind weiblich, wobei Frauen im Durchschnitt nur 40 Prozent einer Männerrente beziehen. 2005 hatten insgesamt 358000 Frauen und Männer zwischen 65 und 70 Jahren noch gearbeitet – und zwar hauptsächlich in ungelernten Berufen. Sie mußten also hinzuverdienen, weil sie sonst ihren Lebensunterhalt nicht hätten sichern können.

Bislang hatte ein Monatsgehalt von 2500 Euro brutto knapp ausgereicht, um später eine Rente von etwa 900 Euro zu erhalten und so die Armutsrisikogrenze von 1070 Euro nicht allzu deutlich zu unterschreiten. Wenn das Rentenniveau von 50 Prozent des letzten Nettoeinkommens auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 stufenweise abgesenkt wird – wie es die frühere SPD- und Grünen-Regierung beschlossen hat – werden noch weit mehr Frauen im Alter von Armut betroffen seien.

Was will Die Linke dagegen unternehmen?

Die Rentenversicherung sollte für Frauen, die mit ihrer Erwerbstätigkeit keine existenzsichernden Rentenansprüche aufbauen konnten, eine steuerfinanzierte Mindestrente von 1050 Euro zahlen. Das wäre eine Lösung für alle Frauen – deren Einkommen ist ja im Schnitt um 22 Prozent geringer als das ihrer männlichen Kollegen. Es wäre auch ein Weg für Flüchtlinge, die zum Teil jahrelang Arbeitsverbot hatten.

Wie unterscheiden sich Ihre Vorstellungen von denen der anderen Parteien?

Wir lehnen das Rentenkonzept von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ab. Erstens sind auch die von ihr geforderten 850 Euro viel zu wenig. Zweitens ist jetzt schon klar, daß kaum eine der Frauen aus dem Niedriglohnbereich diesen Betrag erreichen kann. Die »Zuschußrente« bekommt nämlich nur, wer nachweisen kann, daß er oder sie 45 Versicherungsjahre hat. Dazu zählen unter anderem Zeiten der Arbeitslosigkeit, der Ausbildung und der Kindererziehung.

Frauen können aber im Durchschnitt in Deutschland nur 26 bis 28 Versicherungsjahre nachweisen. Obendrein sollen sie noch Jahrzehnte lang in die Riesterrente eingezahlt haben – auch das ist für Geringverdienerinnen nicht leistbar.

Die SPD plädiert ebenfalls für eine Mindestrente von 850 Euro, nach ihrer Vorstellung sind 40 Versicherungsjahre nötig und 30 Beitragsjahre. Das geht an der Realität vorbei. Vor allem in Westdeutschland, wo die Kinderbetreuung nicht gewährleistet wurde, sind diese hohen Hürden für Frauen nicht zu schaffen.

Die SPD will am heutigen Donnerstag in den Bundestag einen Antrag einbringen, der die Menschenrechte Älterer stärken soll? Wie beurteilen Sie das?

Im Antrag der SPD werden zwar unter anderem mehr Seniorenbeiräte und mehr Kontrolle in den Pflegewohnheimen gefordert. Das ist zwar wichtig, aber so können Menschenrechte für Ältere nicht garantiert werden. Wenn die SPD Altersarmut mit einem gesetzlichen Mindestlohn tatsächlich bekämpfen will, sollte sie nicht 8,50 Euro, sondern zehn Euro wie Die Linke fordern. Denn ansonsten bleiben gerade Frauen im Rentenalter arm und müssen in prekären Arbeitsverhältnissen hinzuverdienen, beispielsweise in Minijobs und Leiharbeit.

Welche Möglichkeiten bestehen denn, Ihr Rentenkonzept umzusetzen und zu finanzieren, und auf wen zählen Sie als Bündnispartner?

Wir setzen auf die solidarische Rentenversicherung, in die alle Bevölkerungsgruppen einzahlen sollen. Würden auch die Superreichen, Beamten und Selbständigen entsprechend ihres Einkommens in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, wäre diese bestens ausgestattet. SPD und Grüne hatten vor der vergangenen Bundestagswahl versichert, das auch vertreten zu wollen – davon ist aber jetzt keine Rede mehr.

Es kann auch nicht angehen, daß Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) den Bundesfreiwilligendienst zur Zeit ausbaut. Für eine Aufwandsentschädigung von 150 Euro soll freiwilliges Engagement in Sozialverbänden an die Stelle von ausgebildetem Fachpersonal treten. All das vernichtet Frauenarbeitsplätze, es muß gestoppt werden. Um diesen neuen Niedriglohnsektor zu verhindern, müssen auch die Gewerkschaften aktiv werden.
 


Heidrun Dittrich spendete am 01.08.2013 für das Democratic socialist movement in Südafrika 1.000 Euro. Damit wird der Kampf der Minenarbeiterinnen und Arbeiter um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen unterstützt.

http://www.socialistsouthafrica.co.za/


Heidrun Dittrich spendete am 02.08.2013 für eine Menschenrechtsdelegation in die Türkei 150,- Euro, die sich wie immer, auch aus jungen Menschenrechtsaktivisten zusammensetzt und juristisch begleitet wird. Diese Friedensmission wird auch von weiteren Abgeordneten unterstützt.


hier findet ihr einen Überblick über Heidrun Dittrichs Bezüge und Spenden

http://www.linksfraktion.de/abgeordnete/heidrun-dittrich/bezuege/

nazis_raus_internet

www.nazis-raus-aus-dem-internet.de/


 im_rising_web

Gegen Gewalt an Frauen!

OBR_web


Helfende Pfötchen e.V

www.helfendepfoetchen.de

Tiertafel Hannover

jeden Do. 15- 16:30 Uhr

Der Ausgabeort hat sich geändert!!!

Ab dem 2. Mai geben wir nicht mehr

am Köthenerholzweg,sondern am

Dunkelberggang 7  aus.


wir-waehlen-links

http://www.gewerkschafterinnen-waehlen-links.de/



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